Freitag, 18. Dezember 2009

Unsere Arbeit in Munglinup

Hallo zusammen!

Nach laengerer Zeit wird es mal wieder Zeit fuer ein Update! Im Folgenden wollen wir euch unsere Arbeit als Tarper etwas naeher erklaeren...

Wir arbeiten seit Ende November in der Weltstadt/-dorf/-kaff Munglinup (geschaetzte 70 Einwohner, die ihren Ort liebevoll Mungy nennen) im Suedwesten von West-Australien, also relativ am Arsch der Welt. Die naechste Stadt ist Esperance ca. 110km gen Osten.

In Munglinup arbeiten wir auf der Grain Receival Site... das ist ein riesiges Zentrallager fuer die Ernte der Bauern aus dieser Region. Taeglich rollen dort mehrere hundert Trucks durch welche das Getreide zu riesigen Haufen (Stacks) zusammenkippen. Die Stacks sind von 2m hohen Waenden eingefasst, um die Haufen zu formen. Unsere Arbeit besteht im Wesentlichen daraus die Stacks mit riesigen Planen (Tarps) abzudecken und an der Einfassung zu befaestigen. Ein Tarp ist ca. 42m lang und 12m breit. Wenn ein Stack fertig ist, ist er ca. 200m lang, 40m breit und 12m hoch und fasst bis zu 30.000 Tonnen Getreide. Der nervigste Part der Arbeit ist das Zusammennaehen der Tarps und das anschliessende Anpinseln der Naehte, damit diese nicht vom Regen aufgeweicht werden koennen.

Wenn ein Stack komplett luftdicht abgedeckt ist, wird ein fuer Insekten giftiges Gas in das Getreide gepumpt um alles Lebende darin zu toeten.

In unserem Team arbeiten noch James (28), unser Boss und Thomas (21), ein Daene, der im Moment ein Jahr auf der Farm von James verbringt. James ist naemlich eigentlich Farmer und macht zusaetzlich noch das Tarping. Wir wohnen in zwei Caravans auf dem Bin (so heisst die Grain Receival Site im Volksmund), was eigentlich ganz gemuetlich ist. Wir haben einen kleinen Fernseher und einen DVD-Player, was den Feierabend ganz angenehm macht. Unser Bad befindet sich in der Accomondation fuer die restlichen 10 Arbeiter auf dem Bin, die alle super drauf sind.

In unserem Zustaendigkeitsbereich liegt neben dem Munglinup-Bin noch der Cascade-Bin ca. 50km von Mungy entfernt. Vorraussichtlich werden wir noch bis Neujahr beschaeftigt sein, bevor wir alle Stacks abgedeckt haben.

Bis dahin
beste Gruesse aus dem weihnachtlich warmen Australien

Marius & Lucas

Donnerstag, 26. November 2009

Back on the Road!

Die ruhigen Tage in Perth sind gezaehlt, auf gehts!!

Heute bekamen wir endlich den lang ersehnten Anruf unserer Jobagentur! Unsere Jobsuche war erfolgreich und ab Samstag werden wir in Munglinup arbeiten!!

Munglinup liegt "nur" 600 km von Perth und befindet sich zwischen Albany und Esperance, sprich im Suedwesten von Westaustralien!

Die Arbeit wird sich im Groben um die Heuernte drehen, was genau wir machen werden, wissen wir auch noch nicht so genau. Auf jeden Fall wird es interessant und wir freuen uns auf die neue Erfahrung. Diesen Job wollen wir dann bis Mitte Januar ausueben, bevor es dann weiter auf den letzten Teil unserer Reise geht: Den Osten!

Da wir nicht genau wissen in welchem Grad die Zivilisation in Munglinup Einzug gehalten hat, muessen wir mal sehen wie es mit Internet und co. aussieht. Handynetz sollte aber vorhanden sein ;)

Bis bald, sobald wir uns eingelebt haben melden wir uns wieder!!
Beste Gruesse!!

Dienstag, 24. November 2009

mehr Bilder...







So ich denke diese Fotostrecke dürfte für die etwas mageren letzten Wochen entschädigen, viel Spass!!! (Und kommentiert auch mal!)



1) Skywalk Kings Park Perth
2) Skyline Perth
3) Sonnenuntergang Fremantle
4) 5) Pinnacle Desert

noch mehr bilder...





1) 2) Perth Glory vs. FC Sydney
3) Pinnacle Desert
4) Skyline Perth
5) Kings Park Perth

Weiter gehts !





1) Einer der Emus auf Waminda
2) Billy
3) Lucas hat einen Bobtail gefangen

Zur Abwechslung mal ein Video


Auf dem Rückweg von Kalbarri bot sich uns im Chapman Valley in der Nähe von Geraldton ein seltenes Schauspiel: 2 sich paarende (Gift)Schlangen direkt neben der Strasse!

p.s.: Glücklicherweise saßen wir im Auto!


weitere bilder...





Ort: Rainbow Jungle Kalbarri (Tierpark), Cliff Walk Kalbarri

Montag, 23. November 2009

Impressionen





Ort: Kalbarri National Park

Einwurf: Kalbarri National Park

Nach dem aktuellen Bericht noch kurz ein kleiner Rückblick auf unseren Trip in den Kalbarri National Park während unserer Zeit auf Waminda

Da wir den Kalbarri National Park auf unserem Roadtrip aus Zeitgründen ausgelassen hatten nahmen wir nun unsere Chance wahr und fuhren für 3 Tage in den 150 km entfernten Kalbarri National Park.

Nach all den Wochen auf Waminda war es doch auch mal eine willkommene Abwechslung 2 Tage wandern zu gehen und mal wieder etwas anderes zu sehen. Von unserem Hostel in Kalbarri ging es dann über 25 km Schotterpiste in den National Park.
Dort machten wir eine 8km lange Wanderung die uns durch die wunderschöne Landschaft des Parks brachte.
Hier konnten wir die spektakulären Schluchten bewundern, einen Blick durch Natures Window werfen und sogar ein wildes Schweinchen bestaunen.
Wieder einmal wurde uns bewusst wie unterschiedlich doch die australische und die deutsche Auffassung eines Wanderweges sind: Während deutsche Wanderwege gut ausgebaut und ausgeschildert sind, sind ihre australischen Gegenstücke mehr nach dem Motto "Help Yourself!", sprich hin und wieder muss man sich selbst den Weg suchen oder über einen Felsvorsprung über einem Fluss klettern...

Trotz einigen Herausforderungen hatten wir eine wunderschöne Wanderung durch den National Park und konnten einzigartige Erinnerungen mitnehmen.

Neben dem National Park an sich besuchten wir noch den Cliff Walk, einen Wanderweg an einer beeindruckenden Steilküste sowie einen Tierpark in dem wir alle in Australien lebenden Vögel sehen konnten.

Wasserstandsmeldung

Hallo,

nach einer etwas längeren Zeit ohne ein Update von uns dachten wir uns, dass es mal wieder Zeit wird.
Wir sind immer noch im wunderschönen Perth und geniessen die warmen Temperaturen. Seit unserem Kurzeinsatz in Gingin letzte Woche hängen wir jedoch mit der Jobsuche etwas in der Luft, da wir praktisch immer auf Abruf sein müssen. Deshalb ist es momentan etwas schwer Touren zu machen oder durch die Gegend zu reisen. Laut unserer Jobagentur wird sich das aber spätestens zum Beginn der nächsten Woche ändern. Voraussichtlich werden wir bis Anfang/Mitte Januar auf einer Farm in der Nähe von Albany (600 km südöstlich von Perth) arbeiten.

Trotzdem hatten wir in der letzten Woche Gelegenheit einige Sachen zu unternehmen: Ende letzter Woche haben wir die Pinnacle Desert in der Nähe von Cervantes (300 km nördlich von perth) besucht. (Einen ausführlicheren Bericht mit Bildern wird es demnächst geben)
Da jetzt hier in Perth der Sommer auch so richtig angekommen ist und die Temperaturen konstant bei über 30 grad und strahlendem Sonnenschein liegen, entschieden wir uns gestern den Cottlesloe Beach, einen von Perth schönsten Stränden, zu besuchen und verbrachten einen wirklich schönen Strandtag.

Am Sonntag stand dann unbestritten eins der Highlights der Woche an: Fussball!!!!
Da wir ja beide momentan auf Fussballentzug sind konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen das Spitzenspiel der Australischen Hyundai A-League Perth Glory gegen den FC Sydney zu besuchen.
Also saßen wir Sonntag nachmittag mit 8900 anderen Besuchern im Stadion und sahen den 2-0 Sieg der Heimmannschaft Perth Glory.
Obwohl der Fussball in Australien im kommen ist und Australien sich für die WM 2018/2022 bewirbt ist das Niveau der A-League nicht im Ansatz mit der Bundesliga zu vergleichen (Hier würde sogar der FC mal gewinnen)
Die "Stars" der Liga sind Leute wie Mile Sterjovski, Jacob Burns, John Aloisi, Andi Todd und "Altinternationale" wie Robbie Fowler (vor ewigen Zeiten mal bei Liverpool) oder Branko Jelic (hat mal für Cottbus 2 Tore gegen Bayern geschossen)
Trotzdem konnten wir ein recht offenes und attraktives Spiel sehen und genossen unseren Fussballtag in Australien.
(Fotos gibts demnächst!)

Auch wenn wir uns allmählich richtig gut an Australien gewöhnt haben, gibt es doch einige Sachen an die man sich einfach nicht gewöhnen kann:

WEIHNACHTEN IM SOMMER!!!

Man stelle sich vor: Sonnenbrille, Shorts, T-Shirts, Flip Flops und Weihnachtsvorbereitungen!

Trotz Sommer und Temperaturen um 30 grad laufen in Perth die Weihnachtsvorbereitungen, überall in der Stadt an den Fenstern sind Weihnachtsbilder, es werden Weihnachtsbäume aufgestellt und die Fussgängerzone ist voll mit Weihnachtsglitter...

Irgendwie können wir uns damit nicht anfreunden, zu Weihnachten gehören einfach kalte Temperaturen und Winter, deswegen ignorieren wir Weihnachten dieses Jahr einfach!

Soviel für heute, wir melden uns wenn es wieder Neuigkeiten gibt!

Viele Grüsse in die Heimat!

Dienstag, 17. November 2009

Unverhofft kommt oft!

Sonntag:
17:34h - Einsteigen in den Zug von Fremantle nach Perth
17:50h - Anruf von "Aussi-Jobs" - Aushilfsjob auf einer Farm
18:30h - schnell Sachen im Hostel zusammenpacken
20:40h - Ankunft auf der Farm in Gingin (110km noerdlich von Perth)

Montag:
05:45h - Einweisung (Strohballen richtig auf einen fahrenden LKW verladen)
06:00h - Arbeitsbeginn
19:00h - Arbeitsende

Dienstag,
05:30h - Arbeitsbeginn
18:00h - Arbeitsende
18:30h - Lohn erhalten
20:00h - Ankunft im Hostel in Perth

Resultat:
24 Stunden Arbeit in zwei Tagen, 300$ mehr in der Tasche und auf der Prioritaeten-Liste bei Aussi-Jobs ganz oben!

Freitag, 13. November 2009

Rueckblick Mt Magnet

Hallo zusammen!

In unserer letzten Woche auf der wwoofing-Farm Waminda hattet wir noch ein schoenes Erlebnis von dem wir noch nicht berichtet haben. Es gab naemlich noch einen schoenen Kurztrip mit Ian und Bill ins 350km oestlich gelegene, ehemalige Goldgraeberstaedtchen Mt Magnet.

Anlass unseres zweitaegigen Trips war das Renovieren von Ian's zweiten Haus, welches sich in Mt. Magnet befindet. Mt. Magnet liegt wie oben schon gesagt ca. 350km landeinwaerts von Geraldton... also mitten im Nichts oder besser gesagt mitten im Outback. Insofern konnten wir es kaum erwarten dort hin zu kommen, da es ja schliesslich unsere erste richtige Outback-Erfahrung war.

Nachdem wir den Anhaenger mit saemtlichen Materialien beladen hatten, alle Werkzeuge auf dem Pickup verstaut hatten und zwei Kisten Bier im Bottle-Shop gekauft hatten ging die Fahrt gen Osten los. Schnell aenderte sich die Landschaft von relativ dicht bewachsenen Buschland mit einigen Baeumen zu immer karger werdenden Gegenden, wo auf der roten Erde nur noch vereinzelt groessere Gewaechse wuchsen.

Nach ca 5 Stunden Fahrt und einem kurzen Zwischenstop in Yalgoo (einer von zwei Siedlungen auf dem Weg) erreichten wir schliesslich gegen 19 Uhr die einst schimmernde Goldgraeberstadt Mt. Magnet. Waehrend des Glodrauschs Ende des 19. Jahrhundert herrschte hier richtig munteres Leben und die Stadt zaehlte damals ein paar tausend Einwohner. Heute leben hier jedoch nur noch etwas mehr als 400 Seelen und es gibt lediglich ein paar Pubs, einen kleinen Supermarkt und ein Roadhouse - vom Goldrausch ist also nicht mehr allzu viel uebrig geblieben und die Stadt wirkt eher wie eine Geisterstadt. Was uns allerdings nicht weiter gestoert hat, da ja auch dies einen gewissen Reiz hat.

Nach einer kurzen Inspektion von Ian's Haus und der Feststellung, das wir in den kommenden zwei Tagen viel zu tun haben werden begaben wir uns zu Corey, einem Freund von Ian der noch in Mt Magnet wohnt und zu den letzten Menschen gehoert, die die Hoffnung auf Gold noch nicht aufgegeben haben. Er sucht naemlich mit einem Metalldetektor in der Wueste nach Gold um irgendwann mal das grosse Geld zu machen. Corey lebt in einem Haus, das man sich einfach wie vor 150 Jahren vorstellen muss und einfach aus einem Museum ueber den Goldrausch entnommen wurde. Also richtig urig.

Nach unserer ersten Nacht im Nirgendwo machten wir uns am Morgen gegen 5 Uhr auf zu Ian's Haus. Unserer Plan war das Haus von aussen zu renovieren, d.h. die Aussenwaende zunaechst ca. 1,5m mit Wellblech und den Rest mit Planken zu verkleiden. Das Haus war in so einem schlechten Zustand, da es von Aboriginies waehrend Ian's Abwesenheit komplett zerstoert wurde, d.h. Klimaanlage, Kuehlschrank, Ofen etc. sind geklaut worden und die Waende sind eingetreten worden. Nach 12 Stunden Arbeit und einem Kasten Bier am ersten Tag und 10 Stunden und dem zweiten Kasten am zweiten Tag war das Projekt "Renovieren von Aussen" zu 70% abgeschlossen. Leider konnten wir nicht alles machen, da Ian und Bill zurueck in die Stadt mussten.

Auf der Rueckfahrt wurden dann noch die letzten Bier gelehrt und gegen 21 Uhr waren wir wieder zurueck auf Waminda. Es bleibt also, dass Mt Magnet trotzt der langen Arbeit richtig Spass gemacht hat und es eigentich Schade war, das wir nach zwei Tagen schon wieder zurueck mussten.

Donnerstag, 12. November 2009

Perth!

Es wird mal wieder Zeit fuer ein kleines Update, ein groesseres mit Photos wird in den naechsten Tagen folgen!

Wir sind inzwischen mit gut und sicher in Perth angekommen und erkunden jetzt die einzige Metropole Westaustraliens!
Perth liegt im Suedwesten Australiens und gehoert mit 1,5 Millionen Einwohnern zu den groessten Staedten Australiens.
Da wir ja nun eigentlich seit wir sydney verlassen haben keine groessere Stadt mehr gesehen haben glich Perth zunaechst einem Kultur- und Zivilisationsschock!
Nachdem uns nun die volle Bandbreite von Fastfoodketten und Nachtclubs wieder hat wollen wir nun in den naechsten Tagen einen Job finden!

Bisher koennen wir nur berichten, dass Perth eine wirklich schoene Stadt mit vielen Gruenanlagen (der groesste innerstaedtische Park der Welt!!) und einer wirklich schoenen Skyline. Wir leben im Studenten- Backpacker und Partyviertel Northbridge, eine wirklich unterhaltsame Gegend...

Genug fuer heute,
bald gibts mehr!!

Beste Gruesse ;)

P.S: Unsere Temperaturen bewegen sich konstant um die 30 Grad!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Update!




1) Endlose Weite Highway 1
2) Delphinfütterung Monkey Mia
3) City Beach, Broome
4) Great Northern Highway 1

Hey!

Es ist endlich mal wieder Zeit für ein paar Photos!!
Heute bot sich uns die Gelegenheit mal wieder in die Stadt zu kommen, die mails zu checken und photos hochzuladen!

Uns geht es auf Waminda immer noch bestens, wir haben diese Woche das Chicken Plaza (Hühnerstall) fertiggestellt und widmen uns nun nachdem wir nach australischer Sitte Giftmuell entsorgt haben (man grabe ein loch und schütte hinein!) dem etwas altersschwachen Ofen des Hauses der nun wohl einer Sitzgelegenheit weichen muss...

Wie ihr seht mangelt es uns nicht an Arbeit aber es macht immer noch Spass und wir hoffen, dass unsere verbleibenden 2 wochen auf waminda auch so schön werden - danach gehts ab nach Perth!





1) Sonnenuntergang Cable Beach, Broome
2) Unser geliebtes Auto, ein Mitsubishi Magna Baujahr 1995
3) Emu-Schild
4) Unser Auto auf dem Weg nach Geraldton

Hutt River Province





1) Marius im koeniglichen Thron
2) Lucas im koeniglichen Thron
3) Shake-Hands mit seiner Majestät Prince Leonard
4) Gründungstafel
5) Grenze Australien/Hutt River Province



1) Maly
2) Ivo
3) Billy

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Principality of Hutt River

Auf unserer Reise nach Geraldton bot sich uns die Gelegenheit den zweitgroessten Staat auf dem australischen Kontinent zu besuchen: Die Hutt River Province!

Was sich auf den ersten Eindruck wie ein Scherz anhoert ist hier unten wirklich Realitaet!

Aus Protest gegen steigende Steuern auf Getreide gruendete ein australischer Farmer im Jahre 1970 auf seinem Besitz die Hutt River Province, erklaerte Australien den Krieg und deklarierte seine Unabhaenigkeit.

Basierend auf einer Verfassungsluecke konnte der Farmer voellig legal seinen eigenen Staat gruenden und da Australien die Frist fuer militaerische Interventionen verstreichen liess wurde die Hutt River Province zu einem eigenstaenidgen Fuerstentum!

Da die Hutt River Province unabhaengig ist muss Prince Leonard keine Steuern zahlen. Trotz all seiner koeniglichen Pflichten laesst es sich Prince Leonard nicht nehmen jeden seiner Besucher persoenlich zu begruessen und ihm oder ihr die Geschichte von Hutt River zu erzaehlen...

So kamen auch wir in den Genuss einer koeniglichen Audienz und wurden vom Prinz persoenlich durch sein Reich gefuehrt. (Photos gibts beim naechsten mal)

Ein absolut herrliches und lustiges Erlebnis da der Prinz voellig ernst von seinen diplomatischen Bewziehungen erzaehlte waehrend wir hart kaempfen mussten um nicht vor lachen zusammen zu brechen...

Die Frage die wir uns stellen war:

Was wuerde in Deutschland passieren wenn man sein eigenes Koenigreich ausrufen und Deutschland den Krieg erklaeren wuerde??

Fuer interessierte: Principality of Hutt River bei Wikipedia ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Hutt_River_Province

beste Gruesse

Lucas und Marius

Waminda Wildlife Sanctuary

Hallo!

Nachdem es uns in den letzten tagen nicht moeglich war ins internet zu gelangen und unseren geliebten blog zu aktualisieren haben wir nun endlich internet!!

Inzwischen sind wir auf unserer Farm angekommen und haben auch schon eine tolle und aufregende erste Woche dort verbracht.

Der Name der Farm ist Waminda Wildlife Sanctuary Farm. Es ist eine Wildlife Rescue Farm, d.h. wir kuemmern uns dort um verwaiste oder verletzte Tiere wie Kaenguruhs, Emus, Huehner und Voegel. Momentan leben auf Waminda 25 Kaenguruhs, 8 Emus, Huehner und viele verschiendene Voegel.

Unser Hauptaugenmerk gilt momentan allerdings unseren 3 kleinsten Tieren. Bei uns im Haus kuemmern wir uns um zwei kleine Kaenguruhbabys (joeys), billi und mali, sowie ivo, einen kleinen emu.
Die beiden Kaenguruhs haben durch Unfaelle ihre Muetter verloren und werden jetzt von uns und den Farmbesitzern per Hand aufgezogen. Wenn die beiden nicht gerade damit beschaeftigt sind die Einrichtung zu demolieren kann man mit ihnen spielen und sie fuettern...

In unserem Arbeitsalltag muss man sich das so vorstellen, als dass wir immer mit einem sack durch die gegend laufen weil billi uns auf schritt und tritt folgt

(Bei dem naechsten Bericht gibt es natuerlich auch Photos der beiden ;) )

Auch wenn sich das alles nach gaaaaanz viel spass anhoert (ist es auch !) sind wir trotzdem hart am arbeiten!
Unsere Aufgabe ist es das Grundstueck in Schuss zu halten und ggf neue Sachen zu bauen oder Problemstellen zu reparieren. Ueberrascht haben wir festgestellt, dass wir allmaehlich sogar handwerkliche faehigkeiten entwickeln...

zu unseren aufgaben in der letzten woche gehoerte:

Tiere fuettern (2x pro Tag)
Haus streichen
Unkraut jaeten
Meerschweinchenunterstaende bauen
Baeume faellen
einen Teich anlegen
Huehnerstall betonieren

Trotz der harten taeglichen arbeit (Glaubt es oder nicht!!) haben wir trotzdem eine tolle Zeit. Die Farmer Ian und Susan sind total nett und wir bekommen einen richtigen Einblick in Australisches Farmleben und verbessern unsere Englischkenntnisse.
Das Wetter wird nach einer Kaelteperiode von 20 grad auch wieder waermer, der Fruehling beginnt...

Wir wollen noch 2 Wochen auf Waminda bleiben und dann weiter suedlich richtung perth reisen um dort nochmal zu arbeiten bevor es wieder oestlich geht...

bis demnaechst
beste gruesse in die heimat

lucas und marius

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Roadtrip: Broome -->.Nigaloo-Reef

Hey!

Nachdem wir uns in Broome doch dafuer entschieden haben ein Auto zu kaufen, haben wir nun die ersten 1600km Roadtrip hinter uns.

Mit unserem neugekauften Mitsubishi Magna, der verglichen mit anderen Backpacker-Autos noch wirklich top in Schuss ist, ging es vor drei Tagen auf den Highway von Broome nach Geraldton.

Die erste Etappe war 900km lang und ging auf dem Great Northern Highway von Broome nach Karratha. Da es auf der Strecke nichts besonderes zu sehen gab, haben wir den ganzen Tag (und wie sich spaeter herausstellen sollte, auch die ganze Nacht) im Auto verbracht. In Karratha angekommen stellten wir schnell fest, dass alle Uebernachtungsmoeglichkeiten ausgebucht waren und wir somit zurueck auf den Highway mussten um nach einem guten Schlafplatz Ausschau zu halten. Nach 23km mit steuerten wir dann eine Restarea an, die ca 1km abseits der Strasse lag. Dort angekommen kramten wir die Schlafsaecke aus und machten es uns im Wagen gemuetlich.

Am naechsten Morgen ging es dann um 6Uhr weiter Richtung Exmouth (ca. 600km). Die Fahrt verlief gut... ausser das alle paar Kilometer mal ein Schaaf oder eine Kuh gemuetlich ueber den Highway trottete. Kurz vor Exmouth (einer kleinen Touristenstadt auf einer Halbinsel am Nigaloo-Reef-Marine-Park) haben wir dann auch zum ersten Mal den groessten Vogel Australiens entdeckt... ein Emu! Diese Voegel leben meist in flachen Buschland und sind aufgrund ihrer Groesse dort eher schlecht getarnt. Nach einem kurzen Zwischenstop in Exmouth und einem kleinen BBQ am Strand ging es dann auf die Spitze der Halbinsel. Dort haben wir uns den Leuchtturm angeschaut, der auf einem kleinen Huegel liegt. Von diesem Huegel hatte man eine super Rundumsicht und wir konnten im Mehr sogar ein paar Wale entdecken. Nach diesem Erlebniss ging es noch am gleichen Abend 120km weiter Richtung Sueden zum kleinen Kuestenort Coral Bay (150 Einwohner). Nachdem wir festgestellt hatten, dass auch hier alles ausgebucht war (Hostel und Campingplatz) machten wir uns erneut auf die Suche nach einem Schlafplatz. Am Ende hiess dieser "Hostelparkplatz". Am Abend buchten wir noch schnell eine Schnorcheltour fuer den naechsten Tag und dann ging es zurueck auf den Parkplatz ins "Bett".

Den heutigen Tag haben wir dann in Coral Bay verbracht und wir konnten sogar einen Platzt im Hostel fuer die Nacht ergattern (endlich mal wieder duschen!!!). Um 12.30h startete dann die Schnorcheltour und die war einfach nur sagenhaft! Zunaechst ging es ca. 1 Stunde mit einem Glasboden-Boot durch das Riff. Man fuehlte sich als wuerde man durch ein riesiges Aquarium fahren, da man so ziemlich alle Fische aus "Findet Nemo" bestaunen konnte. Der erste Hoehepunkt war ein Manta-Rochen der neben unserem Boot durchs Wasser gleitete. Danach tauchten ploetzlich 20-30 Schildkroeten neben dem Boot auf. Diese waren zum Teil schon 100 Jahre alt, wie uns unser Guide erzaehlte. Die Schildkroeten waren teilweise ueber einen Meter gross und einfach nur faszinierend. Die anschliessenden Schnorchelgaenge waren ebenfalls ein einmaliges Erlebnis, da es nochmal ein anderes Gefuehl, wenn die Fische ueberall um einen herum schwimmen und man sie fast anfassen kann.

Alles in einem war unser Roadtrip bisher eine super Sache und wir sind schon gespannt was noch alles auf uns wartet, bevor wir am Montag auf einer Wwoofing-Farm beginnen. Aber davon spaeter mehr...

Beste Gruesse an die Daheimgebliebenen

Marius&Lucas

Mittwoch, 23. September 2009

Broome

Hey!

Nachdem wir ja jetzt seit einiger Zeit nichts mehr geschrieben hatten wird es nun wieder Zeit fuer ein Update!

Inzwischen haben wir Kununurra nach einer wirklich wunderschoenen Zeit den ruecken zugewandt und sind nun in Broome. Um von Kununurra nach Broome zu kommen bedurfte es einer 13-stuendigen Busfahrt durch die naechtliche Wueste Westaustraliens. Das die Strassen in WA nachts nicht einfach zu befahren sind merkten wir daran, dass unser Fahrer irgendwann ein armes Kaenguruh oder Wallabie ueberfuhr und mit hilfe seines bullbars durch die luft schleuderte... Unser Fahrer zeigte sich davon keinesfalls beeindruckt sondern kommentierte das Geschehene nur mit: "Ich weiss nicht was es war aber ich habs erwischt!"

Trotz alledem kamen wir dann allerdings doch unversehrt in Broome an. Broome ist ein
kuestenort mit 14000 einwohner am westlichen Rand der Kimberlys. Broome wird auch oft Chinatown genannt und ist eine alte Perlentaucherstadt mit vielen asiatischen Einwohnern. Im Vergleich zu den anderen Staedten in WA ist Broome allerdings schon richtg urban und auch die groesste Stadt hinunter bis Perth. Um Broome erum befindet sich allerdings auch nicht viel ausser der Great Sandy Desert.

Nachdem wir jetzt in unserem wirklich schoenen Hostel sind und 2 tage die "stadt" erkundet und den strand genossen haben werden wir jetzt mal die joblage in broome checken und dann unsere weiteren Plaene danach richten...

soviel fuer heute
bis demnaechst

Sonntag, 20. September 2009

Back to the roots

Hallo zusammen!

Wir sind gestern von unserer dreitaegigen Kanu-Tour zurueck gekommen... und die war richtig super.

Die erste Tagesetappe ging 23km auf dem Ord River vom Lake Argyle bis zum Cooliman Camp. Landschaftlich war es der reinste Traum. Es ging durch Schluchten und durch unberuehrte Waldstuecke. Es gab auch einige schoene Stromschnellen und Eike und Marius sind doch tatsaechlich in einer gekentert. Zu ihrer Verteidigung muss man allerdings sagen, dass quer ueber den Fluss ein Baum gefallen war und somit nur noch eine kleine Durchfahrt von ca. 1m frei war. Nachdem ich in meinem Einerkanu dann die beiden anderen gerammt habe um dann schnell durch die Luecke zu fahren, haben sich Eike und Marius im Baum verfangen und sind gekentert. Dummerweise sind dabei unsere Sachen nass geworden, da die Tonnen nicht wasserdicht waren. Nach einer halben Stunde schwimmen konnten wir dann endlich eine passende Stelle zum Anlegen finden und es wurde sich erstmal wieder getrocknet.

Danach gings dann weiter zum Camp. Dort angekommen mussten wir allerdings feststellen, dass sich der Gasherd nicht selbst entzuendet und wir dummerweise kein Feuerzeug dabei hatten. Also blieb uns nichts anderes uebrig als auf die Taiwanesen zu warten die ebenfalls in unserem Camp uebernachteten.

Am zweiten Tag ging es 9km vom Cooliman Camp zum Stoneman Camp. Der Hoehepunkt des Tages war der Jumping Rock. Ein alleinstehender acht Meter hoher Felsen von dem man, wie der Name schon sagt, springen kann... und das hat echt Spass gemacht, obwohl der erste Sprung schon einiges an Ueberwindung gekostet hat.

Am letzten Tag ging es dann zurueck nach Kununurra. Allerdings war die Landschaft nicht mehr so spektakulaer und der Fluss wurde immer breiter. Das Problem war, dass der Gegenwind so stark war, dass man zurueck getrieben wurde wenn man aufgehoert hat zu paddeln... also war es ganz schoen anstrengend. Der Hoehepunkt war, dass ploetzlich ein Krokodil ca 50cm neben Marius und meinem Kanu aufgetaucht ist und wir ganz schoen Schiss bekommen haben. Naja, wir haben es ja ueberlebt.

Das wars auch erstmal wieder... Fotos gibts spaeter. Morgen fahren wir uebrigens mit dem Greyhound weiter nach Broome.

Marius & Lucas

Mittwoch, 16. September 2009

Kanu-Tour

So, liebe Leuts!

Wir machen die naechsten drei Tage eine kleine Kanu-Tour vom Lake Argyle nach Kununurra. Die Strecke ist insgesamt 55km lang und ist in drei Etappen aufgeteilt. In dem Fluss kann man sogar schwimmen gehen und wie wir gehoert haben soll es wohl auch ein paar ganz coole Felsen geben von denen man springen kann. Im Fluss leben nur Frischwasserkrokodile und die greifen im Gegensatz zu den Salzwasserkrokodilen nicht an. Eike hat sich auch schon eine Angel gekauft und will uns dann das Abendessen fangen... ich hoffe wir muessen nicht hungern.

Uebernachten werden wir in zwei Buschcamps die direkt am Fluss liegen. Die Ausruestung bekommen wir komplett gestellt, es gibt diesmal nur keinen Guide und wir sind auf uns selbst gestellt... aber das wird schon klappen.

Ihr hoert dann in ein paar Tagen wieder von uns und dann gibts auch wieder neue Fotos...

Marius & Lucas

Samstag, 12. September 2009

Impressionen





1) Billabong im Kakadu National Park, in dem wir nach einer Wanderung bei 40 Grad schwimmen waren.
2) Termitenhügel im Kakadu National Park (Grösse: ca. 5 -6 Meter)
3) Lucas beim Versuch ein traditionelles Instrument der Aboriginies zu spielen
4) Sonnenuntergang Mindil Beach, Darwin
5) Unser Spaceship mit dem wir unsere Tour durch die Blue Mountains gemacht haben. Darin haben wir zu viert genächtigt.

Freitag, 11. September 2009

Lagebericht

Nachdem wir ja in den letzten tagen recht wenig geschrieben haben wird es nun mal wieder zeit zu berichten...
Seit letzter Woche und 11 Stunden Busfahrt sind wir in einem kleinen verschlafenen Nest namens Kununurra, Western Australia...
Kununurra liegt in den Kimberlys, einer wunderschönen Gegend, und hat 6000 Einwohner. Allerdings ist Kununurra die grösste Stadt im Umkreis von 500km. Wie man merkt sind wir ziemlich genau im Nirgendwo und jedes noch so kleine deitsche Kaff wirkt sehr urban im vergleich mit Kununurra. Hier gibt es 2 Pubs, 2 Bottleshops, 2 Supermärkte und sonst nicht viel... Trotz alledem haben wir hier ein sehr schönes Hostel mit tollen Leuten gefunden, so dass uns nicht langweilig wird.
Das Wetter hier ist absolut bombastisch, wir haben durchgehend 35-39 grad bei strahlendem Sonnenschein, also fast wie bei euch in deutschland... (oder etwa nicht?)

So viel erstmal zu kununurra, die nächsten tage gibts dann wieder ein update!

Bis dahin, kommentiert fleißig
liebe grüße



1) Three Sisters, Blue Mountains
2), 3) kleiner namenloser Wasserfall in den blue mountains
4) ein anderer kleiner wasserfall ein paar meter weiter