Hallo zusammen!
In unserer letzten Woche auf der wwoofing-Farm Waminda hattet wir noch ein schoenes Erlebnis von dem wir noch nicht berichtet haben. Es gab naemlich noch einen schoenen Kurztrip mit Ian und Bill ins 350km oestlich gelegene, ehemalige Goldgraeberstaedtchen Mt Magnet.
Anlass unseres zweitaegigen Trips war das Renovieren von Ian's zweiten Haus, welches sich in Mt. Magnet befindet. Mt. Magnet liegt wie oben schon gesagt ca. 350km landeinwaerts von Geraldton... also mitten im Nichts oder besser gesagt mitten im Outback. Insofern konnten wir es kaum erwarten dort hin zu kommen, da es ja schliesslich unsere erste richtige Outback-Erfahrung war.
Nachdem wir den Anhaenger mit saemtlichen Materialien beladen hatten, alle Werkzeuge auf dem Pickup verstaut hatten und zwei Kisten Bier im Bottle-Shop gekauft hatten ging die Fahrt gen Osten los. Schnell aenderte sich die Landschaft von relativ dicht bewachsenen Buschland mit einigen Baeumen zu immer karger werdenden Gegenden, wo auf der roten Erde nur noch vereinzelt groessere Gewaechse wuchsen.
Nach ca 5 Stunden Fahrt und einem kurzen Zwischenstop in Yalgoo (einer von zwei Siedlungen auf dem Weg) erreichten wir schliesslich gegen 19 Uhr die einst schimmernde Goldgraeberstadt Mt. Magnet. Waehrend des Glodrauschs Ende des 19. Jahrhundert herrschte hier richtig munteres Leben und die Stadt zaehlte damals ein paar tausend Einwohner. Heute leben hier jedoch nur noch etwas mehr als 400 Seelen und es gibt lediglich ein paar Pubs, einen kleinen Supermarkt und ein Roadhouse - vom Goldrausch ist also nicht mehr allzu viel uebrig geblieben und die Stadt wirkt eher wie eine Geisterstadt. Was uns allerdings nicht weiter gestoert hat, da ja auch dies einen gewissen Reiz hat.
Nach einer kurzen Inspektion von Ian's Haus und der Feststellung, das wir in den kommenden zwei Tagen viel zu tun haben werden begaben wir uns zu Corey, einem Freund von Ian der noch in Mt Magnet wohnt und zu den letzten Menschen gehoert, die die Hoffnung auf Gold noch nicht aufgegeben haben. Er sucht naemlich mit einem Metalldetektor in der Wueste nach Gold um irgendwann mal das grosse Geld zu machen. Corey lebt in einem Haus, das man sich einfach wie vor 150 Jahren vorstellen muss und einfach aus einem Museum ueber den Goldrausch entnommen wurde. Also richtig urig.
Nach unserer ersten Nacht im Nirgendwo machten wir uns am Morgen gegen 5 Uhr auf zu Ian's Haus. Unserer Plan war das Haus von aussen zu renovieren, d.h. die Aussenwaende zunaechst ca. 1,5m mit Wellblech und den Rest mit Planken zu verkleiden. Das Haus war in so einem schlechten Zustand, da es von Aboriginies waehrend Ian's Abwesenheit komplett zerstoert wurde, d.h. Klimaanlage, Kuehlschrank, Ofen etc. sind geklaut worden und die Waende sind eingetreten worden. Nach 12 Stunden Arbeit und einem Kasten Bier am ersten Tag und 10 Stunden und dem zweiten Kasten am zweiten Tag war das Projekt "Renovieren von Aussen" zu 70% abgeschlossen. Leider konnten wir nicht alles machen, da Ian und Bill zurueck in die Stadt mussten.
Auf der Rueckfahrt wurden dann noch die letzten Bier gelehrt und gegen 21 Uhr waren wir wieder zurueck auf Waminda. Es bleibt also, dass Mt Magnet trotzt der langen Arbeit richtig Spass gemacht hat und es eigentich Schade war, das wir nach zwei Tagen schon wieder zurueck mussten.
Freitag, 13. November 2009
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